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Das Phänomen Rauchen


Viele Menschen verfallen früher oder später dem Verlangen, sich in irgendeiner Form zu schädigen. Ein effektiver Weg ist über die Lungen.
Über das angereicherte Blut gelangt das Gift schnell und wirksam in jede Zelle des Körpers und man sieht den Dreck nicht, den man in den Körper saugt.

Die Motivation mit dem Rauchen zu beginnen, spiegelt aber nicht unbedingt die Individualiät des Menschen wider.
Meist ist es pubertäres  Trotz- oder Gruppenverhalten, sozial geprägtes Nachahmungsmuster oder marketinggesteuertes, allgemeintoleriertes Denken, welches sich über automatisierte Reiz/Reaktionsmuster manifestiert und zum Rauchen führt.

Plötzlich ist man "süchtig" und übergibt sein Leben dem Glimmstängel. Die freie Entscheidung fällt dem Nikotinstatus zum Opfer.
Sicherlich haben die meisten Raucher ihre Erklärungen für sich gefunden.
Früher spiegelte das Rauchen Erwachsen werden oder sein, Rebellion, Stärke, Freiheit Gelassenheit und Unbegrenztheit wider.
Diese bewusst marketinggeprägten Visionen machten es der Tabakindustrie leicht, die Raucher, als eine leicht zu  manipulierende Masse, in gewünschte Richtungen zu lenken.

Geschickt wurde jeder vermeintlich individualisiert und abhängig gemacht.
Stichwortgeführt wurden über geschickte Massenbeeinflussungen das Rauchen, auch als Trotzreaktion gegen die Obrigheit, als Ausdruck der persönlichen Freiheit und demokratisches Grundrecht, in die Hirne der Zielgruppen gepflanzt.
Den Kampf gegen die Nichtraucher, die nahm die Raucherarmee auch noch gemeinsam auf.

Mittlerweile bröckelt die Front der Raucher.
Ein früher vorhandenes Gemeinschaftsgefühl bricht langsam auf und viele Raucher setzen sich nun mit den Folgen des Rauchens auseinander.
Stück für Stück setzt sich das Bewusstsein durch, dass regelmäßiges Rauchen nicht Stärke und Freiheit, sondern psychische Schwäche bedeutet und mit massiven Gesundheitsrisiken einhergehen kann.

Plötzlich ist der Nichtraucher der Trendsetter.

Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel.
In Deutschland rauchen rund 44 Prozent der über 18- bis 25-Jährigen.
Täglich werden in Deutschland rund 263 Millionen Zigaretten konsumiert.
Durchschnittlich sterben jährlich ca. 40.000 Menschen an Erkrankungen, die mit dem Konsum von Tabakprodukten in Verbindung gebracht werden konnten.
Durch Passivrauchen sterben ca. 10 % also 3.000 bis 4000 Menschen.

Die Rate an Krebs zu erkranken, ist bei Rauchern ca. 4 mal höher als bei Nichtrauchern.

Ein Grundprodukt beim Rauchen ist das Nikotin, als eine süchtig machende, hochgiftige Substanz. Schon ungefähr 0.05 g sind für den Menschen tödlich.

In Tabak finden sich neben Nikotin jedoch weitere giftige Substanzen.
Beim Rauchen einer Zigarette entstehen mehr als 4.800 chemische Stoffe.
Davon sind über 70 hochgiftig und Krebs erregend, beziehungsweise stehen unter Verdacht, Krebs hervorzurufen.
Weitere Suchtstoffe werden unter den mehr als 600 Zusatzsubstanzen vermutet, die von der Tabakindustrie dem Tabak beigemischt werden.
Sie bewirken eine schnellere Aufnahme des Nikotins in Blutbahn und Gehirn und machen ebenfalls süchtig.

Alternativ gibt es auch schon "Ökozigaretten", die angeblich 100 Prozent reinen Tabak ohne chemische Zusätze enthalten.
Diese Zigaretten sind bloß, weil sie vielleicht weniger Gift enthalten, aber nicht wesentlich gesünder.
Denn unter den mehreren Tausend Inhaltstoffen des Tabaks, die beim Rauchen frei werden, sind viele giftige, die Erbsubstanz verändernde  und Krebs erregende Substanzen.
Über 70 karzinogene oder als krebserregend vermutetet Substanzen wurden bisher im Tabak analysiert, wovon einige ihre schädliche Wirkung erst nach der Verbrennung entwickeln.

Die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, nimmt mit der täglich gerauchten Zigarettenmenge, der Inhalationstiefe, dem Teergehalt der Zigarettensorte und den Raucherjahren zu.
Neben Lungenkrebs führt Tabakkonsum auch zu bösartigen Tumoren der so genannten Rauchstraße (Mundhöhle, Kehlkopf, Luftröhre und Speiseröhre bis zum Magen).
Darüber hinaus spielt Rauchen eine grosse Rolle bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs sowie Leukämie.
Mangeldurchblutung, Falten, kaputte Haut und manchmal ein abgefaultes Bein gehen einher.
Rauchende Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs.
Bei werdenden Müttern, die Rauchen, erhöht sich das Risiko für Fehl- und Frühgeburten.

Trotzdem raucht in Deutschland jede dritte Schwangere und erhöht die Wahrscheinlichkeit, unterentwickelte, kranke, gesundheitlich empfindliche Kinder zu gebären signifikant. Die sich hieraus ergebenden physischen und psychischen Folgen haben direkte Auswirkungen auf die spätere Entwicklung der Kinder. Der Start ins Leben beginnt schon mit einer kaum abzuarbeitenden Hypothek und widerspricht dem natürlichen Instinkt, das Beste für seine Kinder zu gewährleisten.

Bei der Nikotinsucht unterscheidet man zwischen der psychischen und körperlichen Abhängigkeit.
Eine Nikotinabhängigkeit wirkt sich bei jedem Raucher sehr unterschiedlich aus. Untersuchungen zufolge treten bei etwa ein Drittel der entwöhnten Raucher in den ersten Wochen starke körperliche Entzugserscheinungen auf.

Ein weiteres Drittel berichtet über einen milden körperlichen Entzug, während das letzte Drittel keine körperlichen, sondern ausschließlich psychische Entzugserscheinungen erlebt.
Nikotin wirkt spezifisch auf die Nerven und das Gehirn. Es stimuliert und hemmt, es stresst und entspannt den Körper zugleich.
Unter der Wirkung von Nikotin schlägt das Herz schneller, der Blutdruck steigt, die Durchblutung wird reduziert und die Körpertemperatur sinkt.
Nikotin führt zu einem Anstieg von Neurotransmittern und Hormonen, zum Beispiel von Noradrenalin, Dopamin und Endorphinen.

Beim Nikotinabbau im Körper entsteht Nikotinsäure, ein Vitamin des Vitamin-B-Komplexes, das Gefäß erweiternd wirkt und die psychomotorische Leistungsfähigkeit stärkt.
 
Nach der letzten Zigarette reagiert der Körper folgendermaßen:

Nach 20 Minuten:
Nach Blutdruck, Körpertemperatur und Herzfrequenz normalisieren sich.

Nach 8 Stunden:
Der Raucheratem verschwindet.
Das Giftgas Kohlenmonoxid blockiert bei einem Raucher etwa 10% der roten Blutkörperchen. Diese Blutkörperchen sind jetzt wieder verfügbar für Sauerstoff.

Nach 1 Tag:
Das Risiko für einen plötzlichen Herztod sinkt.

Nach 2 Tagen:
Der Geruchssinn und die Geschmacksnerven werden wieder sensibler; das Riechen und Schmecken verfeinert sich.

Nach 3 Tagen:
Das Atmen fällt leichter.

Nach 7 Tagen:
Ein eventueller körperliche Nikotinentzug ist geschafft.

Nach 3 Monaten:
Die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu 30%, sie kann wieder mehr Sauerstoff aufnehmen. Dadurch erhöht sich die körperliche Leistungsfähigkeit.
Der gesamte Blutkreislauf verbessert sich.

Nach 9 Monaten:
Spätestens jetzt sind die feinen Härchen in der Lunge nachgewachsen, der Raucherhusten verschwindet. Man kann wesentlich leichter atmen und wird leistungsfähiger

Nach 12 Monate:
Das Risiko für Erkrankungen an den Herzkranzgefäßen sinkt um die Hälfte

Nach 2 Jahren:
Das Risiko für einen Herzinfarktrisiko sinkt deutlich.

Nach 5 Jahren:
Das Schlaganfallrisiko und das Risiko an Lungenkrebs zu sterben sinkt deutlich.
Auch die Risiken für Krebserkrankungen im Mundbereich sinken deutlich.

Nach 10 Jahren:
Die Lungenkrebsgefahr ist so hoch wie bei einem Nichtraucher. Die Lunge hat sich fast vollständig erholt.

Nach 15 Jahren:
Das Herzinfarktrisiko ist kaum höher als bei einem Nichtraucher.

Die Sucht nach Sucht
Ob nach dem Essen, der morgendlichen Tasse Kaffee oder einer Stresssituation – viele Raucher sind vor allem abhängig von ihren Rauchgewohnheiten.
Doch auch Nikotin selbst beeinflusst die Psyche.
Entzugssymptome wie Nervosität, mürrische oder depressive Stimmung, Aggressivität, Angst, Konzentrationsstörungen, Unruhe und Schlafstörungen sowie ein starkes Rauchverlangen oder Gewichtsveränderungen sind Gründe dafür, warum viele Raucher nicht von der Zigarette loskommen.

Um Rauchern die Beendigung ihres Lasters zu erleichtern, arbeiten Wissenschaftler ständig an neuen Ansätzen zur Suchtentwöhnung.
Nach dem Inhalieren des Zigarettenrauchs gelangt das Nikotin über die Lunge in die Blutbahn.
Das Nikotin kann die schützende Blut-Hirn Schranke passieren und in das Gehirn eindringen.
In Teilen des Gehirns finden Nikotinmoleküle die Rezeptoren für den körpereigenen Botenstoff Acetylcholin.

Da Nikotin dem Acetylcholin in seiner Struktur ähnlich ist, kann es an dessen Rezeptoren binden.
Es löst die Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen aus.
Als Resultat spannt sich der Körper an.
Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Durchblutung der inneren Organe und der Körperperipherie wird reduziert, die Körpertemperatur sinkt.
Diese Form der Anspannung ist der typischen instinktiven Reaktion auf eine Bedrohung

– hier auf das Gift – und der Körper bereitet sich  auf eine Flucht oder einen Angriff vor.

Nach einer Weile beginnt der Dopaminspiegel und der Spiegel der anderen Neurotransmitter wieder zu sinken, die Rezeptoren werden nicht mehr angeregt. Der Körper fordert mehr Nikotin.
Kommt man dieser Forderung nach, hat sich der Suchtkreislauf geschlossen.

Bei regelmäßigem Tabakkonsum bilden sich nach und nach immer mehr Nikotinrezeptoren, die gleichzeitig aber immer unempfindlicher für Nikotin werden.
Es muss dadurch immer mehr Nikotin zugeführt werden.

Das typische Suchtverhalten nimmt seinen Lauf.

Das Eklige am Rauchen ist, dass ein Zug an der Zigarette den Körper in einen regelrechten Alarmzustand bringt aber einem gleichzeitig eine Entspannung vorgegaukelt wird, da das Nikotin sich  insbesondere auf das Belohnungszentrum im Gehirn auswirkt.
Daneben entsteht beim Nikotinabbau im Körper Nikotinsäure, ein Vitamin des Vitamin-B-Komplexes, das gefäßerweiternd wirkt und die mentale Leistungsfähigkeit steigert.
Ein kleiner Drogenrausch entsteht. Je mehr man raucht, umso kürzer hält die belohnende Wirkung des Nikotins an. Um sich selber zu belohnen, steigert man langsam seinen Zigarettenkonsum.

-  Kein Wunder, dass man ständig neue Strategien und Argumentationen entwickelt, um sich weiter und ständig zu belohnen –

Eine weitere Erklärung für eine Nikotinabhängigkeit liegt in der Form der Aufnahme begründet.
Durch das Inhalieren erreicht das Gift so innerhalb von etwa sieben Sekunden das Gehirn. Jeder Zug ist ein kleiner "explosiver Kick".
Dieser plötzliche "Kick" nach einem tiefen Lungenzug bewirkt ein kurzes intensives Gefühl der Entspannung und Belohnung und dem starken Wunsch nach mehr.

Die Zigarette zum Glas Wein ist besonders tückisch. Neben seiner toxischen Wirkung agiert der Alkohol hier als organisches Lösungsmittel:
Die Tabakkarzinogene können so schneller aufgenommen werden.

Sicherlich ist es nicht leicht, sich von einer Sucht zu lösen.
Jahrelange körperliche und mentale Programmierungen auf den angeblichen positiven Effekt des Rauchens müssen überarbeitet werden.
Einige Menschen haben aufgrund ihrer sozialen Programmierung Probleme ihre Abneigung zum Rauchen zu kommunizieren.

Nikotin-Entzugssymptome sind vor allem Nervosität, Reizbarkeit, mürrische oder depressive Stimmung, Aggressivität, Angst, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Schlafstörungen, Hungergefühl und ein starkes Rauchverlangen.
Diese körperlichen Symptome verschwinden meist aber nach drei bis vier Wochen.

Länger bleibt häufig die psychische Abhängigkeit bestehen. Oft hat sich der Raucher über viele Jahre angewöhnt, in bestimmten Situationen zu rauchen und damit Ärger und Stress zu begegnen, Geselligkeit zu genießen oder sich geistig anzuregen.
In diesen Situationen entsteht nun im ersten Moment eine ungewohnte Leere, mit der nun neu umgegangen werden muss.

Auch der Stoffwechsel muss sich umstellen. Ohne das gewohnte Nikotin verarbeitet der Körper Fette und Kohlenhydrate langsamer.
Weil Ex-Raucher andere Ersatzstoffe wählen, um dem Drang nach Selbstbelohnung nachzugeben, kompensieren sie es mit Süßigkeiten oder anderen Ersatzstoffen.

Sie können so in der ersten Zeit etwas zunehmen.
Daher ist es wichtig, bei der Raucherentwöhnung auf Ersatzhandlungen zu achten und auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung Wert zu legen..

In der Regel pegelt sich das Gewicht wieder ein und eine statistische Gewichtszunahme von 1 bis 3 kg kann kein wirklich nachvollziehbarer Grund sein, sich mit Giften vollzudröhnen.

Natürlich hat jeder Mensch das Recht, mit seinem Körper zu machen, was er will.
Natürlich steht es keinem Menschen zu, zum Verhalten eines anderen Menschen Stellung zu nehmen oder es zu beurteilen, solange man andere nicht einschränkt oder schädigt.
Sollte man jedoch sich von seiner Sucht befreien wollen, sind einige Verhaltensweisen förderlich.

Wichtig bei der gesamten Problematik der Suchtbearbeitung ist die mentale Programmierung.
Auch wenn der Verstand sich von der Sucht lösen möchte, die Prozesse laufen unterbewusst ab. Schlüsselreize der Sucht laufen über Gewöhnung und Belohnung. Dieses gibt der Mensch ungern auf.
Viele programmieren sich bei der Suchtbearbeitung damit unbeabsichtigt auf Verlust und Abgeben. Das bedeutet auch unbewusst, dass die Suchtsituation die normale Situation ist, die es zu erhalten gilt.
Ein Rückfall in die „ Normalität“ ist in vielen Fällen im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert.

Gerade in der Suchtbearbeitung hat sich die Hypnosetherapie als sehr wirkungsvoll erwiesen, da hier geistige Verknüpfungen die zur Sucht und zur Interpretation bestimmter köperlicher Reaktionen führen, einfach umprogrammiert werden.
Das bewirkt, dass bestimmte Situationen nicht zum Griff nach der Zigarette und bestimmte Gefühlszustände nicht zur Interpretation bestimmter Mangelzustände führen.

Übungen und Suggestionen in Trance und das Automatisieren gewünschter Muster führen zu einer gesunden Lebensführung.
Ein persönliches Vorabgespräch kostet € 35,00 .
Rufen Sie mich unter Tel. 04521 7900863 einfach an und vereinbaren einen Termin.